Blog · 05/07/2026
Wie Sie Ihre Produkte bepreisen, ohne zu raten
Eines der häufigsten Probleme in kleinen Geschäften ist es, Produkte nach Gefühl zu bepreisen, den Nachbarladen zu kopieren oder einfach zu "spüren", was man verlangen sollte. Das Ergebnis ist fast immer dasselbe: Man verdient weniger als gedacht oder verliert unbemerkt Geld. So machen Sie es richtig.
1. Gehen Sie immer vom echten Kostenpreis aus
Bevor Sie über den Verkaufspreis nachdenken, müssen Sie genau wissen, was das Produkt gekostet hat: was Sie dafür bezahlt haben, plus alle zusätzlichen Kosten, um es verkaufsbereit zu machen (Transport, Verpackung usw.). Wenn Sie Ihre echten Kosten nicht kennen, ist jeder festgelegte Preis reine Vermutung.
2. Addieren Sie eine Gewinnmarge
Die Marge ist das, was nach Deckung der Kosten übrig bleibt. Sobald die Kosten klar sind, entscheiden Sie, welchen Prozentsatz Sie darauf verdienen möchten, und addieren ihn, um zum Verkaufspreis zu gelangen. Ohne festgelegte Marge verkauft man leicht fast zum Kostenpreis, ohne es zu merken.
3. Legen Sie je nach Produktart unterschiedliche Margen fest
Nicht jedes Produkt sollte dieselbe Marge haben. Schnelldreher mit hohem Volumen vertragen eine niedrigere Marge; Produkte, die sich langsam verkaufen oder exklusiver sind, brauchen meist eine höhere Marge, damit es sich lohnt, sie auf Lager zu haben.
4. Schauen Sie auf die Konkurrenz, aber verlassen Sie sich nicht nur darauf
Die Preise anderer Geschäfte zu kennen ist als Referenz nützlich, aber sie zu kopieren, ohne die eigenen Kosten zu kennen, ist riskant: Sie wissen nicht, ob diese wirklich Gewinn machen oder ebenfalls unbemerkt Geld verlieren.
5. Vorsicht bei Preisen in Dollar und lokaler Währung
Wenn Sie in mehreren Währungen bepreisen, rechnen Sie immer mit dem Tageskurs. Ein Produkt mit Kosten in Dollar, das aber in lokaler Währung zu einem veralteten Kurs verkauft wird, kann am Ende weniger einbringen, als es tatsächlich kostet, es nachzukaufen.
Der teuerste Fehler: unter dem Kostenpreis verkaufen
Das passiert häufiger, als man denkt: zwischen Rabatten, spontanen Aktionen oder veralteten Kursen verkauft man leicht ein Produkt für weniger, als es gekostet hat. Ein solcher Verkauf bringt nicht nur keinen Gewinn — er kostet Sie echtes Geld.
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